SJV-News

16. März 2017

Türkei-Wahl

Freie Berichterstattung!

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die freie und ungehinderte Berichterstattung über Wahlveranstaltungen türkischer Politiker in Deutschland und die Abstimmungen der in Deutschland lebenden Türken.

Es sei Aufgabe der Journalistinnen und Journalisten, die Bürger umfassend und kritisch über den Wahlkampf und den Urnengang zum Verfassungsreferendum in der Türkei zu informieren. „Da darf es keine Einschränkungen oder Behinderungen geben“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Selbstverständlich hätten Journalisten die Bestimmungen des deutschen Wahlgesetzes zu beachten: „Kameras in Wahlkabinen sind tabu.“

Die Bundesregierung hatte zuvor die Abstimmungen für die in Deutschland lebenden Türken zwischen dem 27. März und dem 9. April in 13 deutschen Großstädten unter Auflagen genehmigt, die sich auch auf mögliche Wahlkampfauftritte türkischer Politiker beziehen. „Es muss gewährleistet sein, dass Journalisten gleich welchen Mediums die Möglichkeit zur Berichterstattung bekommen“, erklärt der DJV-Vorsitzende. Es wäre nicht akzeptabel, wenn erneut einzelnen Journalisten der Zutritt zu Veranstaltungen verwehrt würde, wie dies am 18. Februar in Oberhausen geschah.

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Zörner

 

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